Meine Freundin und ich beschlossen trotz Regenwetter unseren seit langem geplanten Ausflug zur Burgruine nicht ausfallen zu lassen. Wir gingen daher am Samstag noch Gummistiefel kaufen, bevor wir uns am Nachmittag mit Zelt und Rucksack auf den Weg machten.

Wie gut es war dass wir  die Stiefel brauchen konnten wurde uns erst so richtig während der Wanderung deutlich. Wir mussten zunächst  über eine Stunde lang auf einem matschigen Waldweg laufen, dann meinte Simone, dass es eine Abkürzung über einen Bach gäbe der hier entlang führt.

Der "BACH" jedoch war durch den Regen zu einem kleinen Fluss geworden der die angrenzende Wiese total überschwemmt hatte. Wir suchten eine günstige Stelle und wateten durch das Wasser auf die andere Seite. Mittlerweile waren wir aber zu weit vom Weg abgekommen. Doch eine Lichtung die Querfeldein wieder in den Wald zurück führte wurde sichtbar. Diese stiegen wir hoch. An unseren Stiefeln klebte soviel Matsch und Dreck dass wir das Gefühl hatten uns kaum zu bewegen. Die erste Gelegenheit nutzten wir zum Saubermachen unseres Schuhwerks.

Mit frisch glänzenden Gummistiefel ging es nun weiter. Unsere Rucksäcke waren trotzt des Regenschutzes nass geworden.  Wir kamen an eine Hütte mit Grillstelle die auf der Karte aufgezeichnet war. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass wir tatsächlich eine Abkürzung genommen hatten, denn zur Ruine waren es jetzt nur noch 50 Minuten, steiler Aufstieg, statt der 3,5 Stunden gemütlicher Weg.

Wir beschlossen daher zu campen und die Hütte nebst Grillstelle vorübergehend in Besitz zu nehmen. Die Tür war zwar offen, sie klemmte jedoch ein wenig. Mit einem kräftigen Tritt mit dem Stiefel, stieß Simone sie auf. Drinnen herrschte das Chaos! Es gibt Leute die in die Natur gehen und alles liegen lassen!!! So auch hier.

Simone und ich beschlossen zunächst mal aufzuräumen. Mit unseren Gummistiefeln traten wir auf sämtliche Flaschen und stießen ihnen Stöcke in den "Hals", danach beförderten wir sie in den Abfalleimer. Die  Speisereste wie Brotstücke, Obstreste u. a. traten wir vor der Hütte einfach tief in den matschigen Boden u. s. w. Nach 2 Stunden war die Hütte wieder "bezugfähig und wir konnten in aller Ruhe Grillen, Essen Trinken und es uns in unserem Schlafsack gemütlich machen (Details sind hier nicht notwendig oder?). Jedenfalls machte auch dies in GS einen riesigen Spaß.

Nach dem Frühstück am Sonntag dann der Aufstieg zur Ruine. Das Wetter war besser geworden, zwar keine Sonne, dafür aber trocken.

Wir machten oben noch ein Picknick, bevor wir wieder den ursprünglich gedachten Weg einschlugen und am Spätnachmittag  wieder zu Hause waren.